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von Eberhard
Rogmann
Teterow.
„Gott greift ein
in Dein Leben, seine Hand lässt Dich nicht los.“ Laut schallt der
Schlusschor des Musicals durch den Gemeindesaal der evangelischen
Freikirche. Die Zuschauer stimmen begeistert ein in die frohe Botschaft
des Liedes. Die Akteure auf der Bühne singen aus vollen Herzen ihre
Zugabe. Stolz und Erleichterung spiegeln sich in den Gesichtern der
Kinder im Alter zwischen vier und 14 Jahren. Spüren sie doch, ihr Spiel
hat das Publikum ergriffen.
Etwa 20 Kinder der Gemeinde haben mit
kräftiger Unterstützung einiger Muttis die Geschichte der wundersamen
Heilung des blinden Bartimäus durch Jesus Christus, wie sie im
Lukas-Evangelium steht, in Gestalt eines Musicals inszeniert.
Eingebettet ist die biblische Story in eine Rahmenhandlung, die heutige
Jugendliche mit ihren Sorgen und Problemen zeigt. Ziemlich perspektivlos
erscheint ihnen ihr Alltag in einer Welt, in der jeder nur an sich
denkt. Professor Dr. Theo Logie zeigt den Ratlosen einen Ausweg. Mittels
seines Computers gelingt es dem Gelehrten, die Brücke in die Zeit Jesu
zu schlagen. In den Szenen aus dem alten Jericho wird deutlich, dass die
Menschen damals schon ähnliche Sorgen quälten, Gottvertrauen jedoch ein
sicherer Kompass auf dem Lebensweg ist.
So alt die Geschichte einerseits, so
frisch wirkte die Inszenierung auf der Bühne. Was die Zuschauer zumeist
erstaunte, war die große Authentizität, mit der die Kinder ihre Rollen
spielten. „Dabei lief in der Probenzeit manches nicht so glatt. Wir
hatten mit Ausfällen durch Krankheit zu kämpfen und am Ende wurde es
zeitlich ziemlich eng“, erzählt Peter Englert. Zusammen mit Susanne
Brack (Bassgitarre), Ruthild Vichel (Keyboard), Raphael Dürr
(Schlagzeug) und Tabea Englert (Klavier) sorgte er in der Band für die
musikalische Begleitung.
Der Premiere vor etwa 100 Zuschauern am
Samstagabend ließen die Kinder und Jugendlichen am Sonntagvormittag
während des Gottesdienstes eine weitere Vorstellung folgen.

Quelle:
Nordkurier - Mecklenburger-Schweiz Samstag 03.05.2005
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