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Am 26. April hatte der Landesverband MV zu einem Seniorentag
nach Teterow, einer Zweiggemeinde von Malchin, eingeladen. Der
Einladung waren über 200 Senioren aus den Gemeinden des
kleinsten Landesverbandes unseres Bundes gefolgt. Die Teilnehmer
dieses großartig vorbereiteten und durchgeführten Treffens
wurden durch die gute Versorgung und herzliche Aufnahme durch
die Teterower Geschwister sowie die inhaltlichen Themenangebote
auch reichlich beschenkt. Auf dem wunderschönen
Gemeindegrundstück, in dem vor der Wendezeit die
Kreisdienststelle der SED ihre Zentrale hatte, entstand vor
einigen Jahren für die Teterower Geschwister ein Ort, von dem
die Botschaft der Liebe unseres großen Gottes in die Stadt
getragen werden darf. So gingen von diesem Tag auch eine
Botschaft an die Senioren des Landesverbands MV aus, die
zugleich Zurüstung und Ermutigung war.
Das Treffen war für die Senioren eine Gelegenheit, dass allen
Teilnehmern deutlich wurde; im nun erreichten Lebensabschnitt
ist noch lange keinen Grund zum Stillstand zu sehen, sondern es
eröffnen sich mit der geschenkten Zeit auch große Chancen. Bei
den Überlegungen zu den Herausforderungen für die
Seniorengeneration waren mit Vorträgen Pastor Uwe Holmer und
Irmgard Neese, der Leiterin der Seniorenarbeit in unserem Bund,
behilflich. Uwe Holmer wurde in der Wendezeit bekannt, als er
als ehemaliger Leiter der Lobetaler Diakonieanstalt das Ehepaar
Honecker in sein Haus aufgenommen hatte.
In dem lebendig und erfrischenden Vortrag von Uwe Holmer wurde
den Senioren an Hand von 2.Kor. 5,1-10 sehr deutlich ans Herz
gelegt, weil jeder, der weiß, dass es einmal ein zu Hause bei
Gott gibt, seine Zukunft im Diesseits in der tätigen Liebe schon
lange begonnen hat. Gerade weil im Alter sich oft Resignationen
einstellen, dürfen Senioren mit einer großen Hoffnung und
zugleich Aufgabe leben. In vier Punkten entwickelte Uwe Holmer
sein Thema: „Wir haben ein zu Hause bei Gott“; „ Den Tod vor
Augen, haben wir schon jetzt das Leben“ „Wir sind getrost, Gott
macht es gut, so oder so“; „Damit sind wir frei zum Dienst für
Gott und die Menschen“.
Im zweiten Vortrag brachte Irmgard Neese den Teilnehmern sehr
bild- und beispielhaft nahe, dass Senioren, wie noch zu keiner
Zeit, geschenkte Jahre zur Verfügung stehen. Wenn es auch manche
negative Beispiele gibt, so lebt die heutige Seniorengeneration
in einer relativ gesicherten und sorglosen Umgebung. Aufgrund
der demographischen Entwicklung werden die Menschen in unserem
Land bei verhältnismäßig guter Gesundheit immer älter. Wie
werden diese Jahre gefüllt oder was legt der alternde Mensch in
diese geschenkte Zeit, über die jeder ohne Zeitdruck und
Arbeitgeber frei verfügen kann? Ist diese Zeit ein Rückzug ins
Privatleben oder stehen die Senioren für die größer gewordene
Familie, die Gemeinde und öffentliche Aufgaben zur Verfügung?
Unsere Zeit braucht den älteren Menschen als Vorbild und Helfer.
Große Chancen und Aufgaben liegen im Lernen neuer
Herausforderungen, in der Aufarbeitung der Vergangenheit, in der
wichtigen Vorbereitung für ein künftiges Leben bei Gott.
Senioren sollten den geschenkten Jahren Sinn und Ziel geben und
sich so herausfordern lassen.
Bei dem Treffen in
Teterow ist die Botschaft bei den Senioren angekommen. Die
Seniorengemeinschaft unseres Landesverbandes MV hat mehr als
klargestellt, der alte Bismarck hatte kein Recht, wenn er mit
seinem Ausspruch - „Wenn die Welt einmal untergeht, dann zieht
er nach Mecklenburg“ – behauptet, die Region wäre ein
rückständiges Land. Wie wohl in keinem Landesverband unseres
Bundes ist die Seniorenarbeit so aktiv und damit interessiert
für die Zukunft, wie in Mecklenburg-Vorpommern. Dafür soll an
dieser Stelle auch ganz besonders Wolfgang Günther, dem
Seniorenbeauftragten im Landesverband MV, dankt gesagt werden.
Wolfgang Günther organisiert und leitet neben solchen
Seniorentreffen in MV seit einigen Zeit auch noch jährlich 3-4
Seniorenfreizeiten, die ausgebucht und sehr gefragt sind.
Wer mehr von
diesem Treffen erfahren möchte, findet die Vorträge von Irmgard
Neese und Uwe Holmer sowie die Bilder zum Anhören und Ansehen
auf der Hompage der Gemeinde Malchin unter
www.efg-malchin.de.
Dieter Körbe (Bericht für "Die Gemeinde") |