Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Malchin Teterow Dargun

 

 

 +  landesseniorentag 2008

 

 

Am 26. April hatte der Landesverband MV zu einem Seniorentag nach Teterow, einer Zweiggemeinde von Malchin, eingeladen. Der Einladung waren über 200 Senioren aus den Gemeinden des kleinsten Landesverbandes unseres Bundes gefolgt. Die Teilnehmer dieses großartig vorbereiteten und durchgeführten Treffens wurden durch die gute Versorgung und herzliche Aufnahme durch die Teterower Geschwister sowie die inhaltlichen Themenangebote auch reichlich beschenkt. Auf dem wunderschönen Gemeindegrundstück, in dem vor der Wendezeit die Kreisdienststelle der SED ihre Zentrale hatte, entstand vor einigen Jahren für die Teterower Geschwister ein Ort, von dem die Botschaft der Liebe unseres großen Gottes in die Stadt getragen werden darf. So gingen von diesem Tag auch eine Botschaft an die Senioren des Landesverbands MV aus, die zugleich Zurüstung und Ermutigung war.

 

Das Treffen war für die Senioren eine Gelegenheit, dass allen Teilnehmern deutlich wurde; im nun erreichten Lebensabschnitt ist noch lange keinen Grund zum Stillstand zu sehen, sondern es eröffnen sich mit der geschenkten Zeit auch große Chancen. Bei den Überlegungen zu den Herausforderungen für die Seniorengeneration waren mit Vorträgen Pastor Uwe Holmer und Irmgard Neese, der Leiterin der Seniorenarbeit in unserem Bund, behilflich. Uwe Holmer wurde in der Wendezeit bekannt, als er als ehemaliger Leiter der Lobetaler Diakonieanstalt das Ehepaar Honecker in sein Haus aufgenommen hatte.

 

In dem lebendig und erfrischenden Vortrag von Uwe Holmer wurde den Senioren an Hand von 2.Kor. 5,1-10 sehr deutlich ans Herz gelegt, weil jeder, der weiß, dass es einmal ein zu Hause bei Gott gibt, seine Zukunft im Diesseits in der tätigen Liebe schon lange begonnen hat. Gerade weil im Alter sich oft Resignationen einstellen, dürfen Senioren mit einer großen Hoffnung und zugleich Aufgabe leben. In vier Punkten entwickelte Uwe Holmer sein Thema: „Wir haben ein zu Hause bei Gott“; „ Den Tod vor Augen, haben wir schon jetzt das Leben“ „Wir sind getrost, Gott macht es gut, so oder so“; „Damit sind wir frei zum Dienst für Gott und die Menschen“.

 

Im zweiten Vortrag brachte Irmgard Neese den Teilnehmern sehr bild- und beispielhaft nahe, dass Senioren, wie noch zu keiner Zeit, geschenkte Jahre zur Verfügung stehen. Wenn es auch manche negative Beispiele gibt, so lebt die heutige Seniorengeneration in einer relativ gesicherten und sorglosen Umgebung. Aufgrund der demographischen Entwicklung werden die Menschen in unserem Land bei verhältnismäßig guter Gesundheit immer älter. Wie werden diese Jahre gefüllt oder was legt der alternde Mensch in diese geschenkte Zeit, über die jeder ohne Zeitdruck und Arbeitgeber frei verfügen kann? Ist diese Zeit ein Rückzug ins Privatleben oder stehen die Senioren für die größer gewordene Familie, die Gemeinde und öffentliche Aufgaben zur Verfügung? Unsere Zeit braucht den älteren Menschen als Vorbild und Helfer. Große Chancen und Aufgaben liegen im Lernen neuer Herausforderungen, in der Aufarbeitung der Vergangenheit, in der wichtigen Vorbereitung für ein künftiges Leben bei Gott. Senioren sollten den geschenkten Jahren Sinn und Ziel geben und sich so herausfordern lassen.

 

Bei dem Treffen in Teterow ist die Botschaft bei den Senioren angekommen. Die Seniorengemeinschaft unseres Landesverbandes MV hat mehr als klargestellt, der alte Bismarck hatte kein Recht, wenn er mit seinem Ausspruch - „Wenn die Welt einmal untergeht, dann zieht er nach Mecklenburg“ – behauptet, die Region wäre ein rückständiges Land. Wie wohl in keinem Landesverband unseres Bundes ist die Seniorenarbeit so aktiv und damit interessiert für die Zukunft, wie in Mecklenburg-Vorpommern. Dafür soll an dieser Stelle auch ganz besonders Wolfgang Günther, dem Seniorenbeauftragten im Landesverband MV, dankt gesagt werden. Wolfgang Günther organisiert und leitet neben solchen Seniorentreffen in MV seit einigen Zeit auch noch jährlich 3-4 Seniorenfreizeiten, die ausgebucht und sehr gefragt sind.

Wer mehr von diesem Treffen erfahren möchte, findet die Vorträge von Irmgard Neese und Uwe Holmer sowie die Bilder zum Anhören und Ansehen auf der Hompage der Gemeinde Malchin unter www.efg-malchin.de.

 

Dieter Körbe (Bericht für "Die Gemeinde")

 

 

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